Klimaneutrale Fernwärmeversorgung
für unsere Versorgungsgebiete bis 2040?

Herausforderung akzeptiert!

Gemeinsam mit 35 anderen Thüringer Versorgern haben die Stadtwerke Jena Netze in einer bundesweit einmaligen Kooperation Konzepte für eine realistische und sozialverträgliche Wärmewende bis 2040 entwickelt. Die entstandenen „Wärmenetzstrategien“ für unsere Versorgungsgebiete in Jena, Pößneck, Hermsdorf und Blankenhain wurden fristgerecht bis Ende 2022 beim Thüringer Umweltministerium eingereicht und Anfang des Jahres 2023 offiziell vorgestellt.

Die Wärmenetzstrategien zeigen einen konkreten Weg auf, wie wir die Fernwärme für unsere Kunden künftig statt mit Erdgas klimaneutral erzeugen können. Statt fossiler Energien nutzen wir künftig Fluss-, Geo- und Solarthermie, Luft-Wärmepumpen, Power-to-Heat, Biogas und Wasserstoff – so wollen wir das ambitionierte Ziel der Stadt Jena erreichen, schon bis 2035 klimaneutral zu sein.

Welche konkreten Pläne es für die unterschiedlichen Versorgungsgebiete gibt, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Nachhaltig

Die Energiewirtschaft der nächsten Dekaden in Jena

Zahlen, Daten, Fakten

Wie viel haben die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Jena in der Energiekrise gespart?

Absatzzahlen (inkl. Eigenverbrauch) in GWh

2022

Stromabsatz

2021

614

788

Erdgasabsatz

Fernwärmeabsatz

Unsere Highlights 2022

Reallabor der Energiewende „JenErgieReal“: Intelligente Netze für eine nachhaltige Energieversorgung

Von 2022 bis 2027 setzen die Stadtwerke Jena mit Partnern aus Wissenschaft, Wohnungswirtschaft und Industrie ein Reallabor der Energiewende um. Ziel ist es, die verschiedenen Energieerzeuger, -speicher und -verbraucher in Jena zu einem virtuellen Kraftwerk zu verknüpfen und in Echtzeit steuerbar zu machen. JenErgieReal soll Lösungen entwickeln und konkret vor Ort erproben, wie die Stadt der Zukunft bedarfsgerecht, kostengünstig und vor allem nachhaltig mit Strom und Wärme versorgt werden kann. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit Fördergeldern in Höhe von 20,7 Millionen Euro unterstützt.

Konkret sollen bis 2027 verschiedene elektrische Großspeichersysteme sowie regenerative Energieerzeuger, wie Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, errichtet werden. Diese und die vorhandenen Erzeuger, Speicher und Verbraucher von Strom und Wärme sollen digital vernetzt und zu einem virtuellen Kraftwerk verbunden werden. Dabei bilden die Teile des virtuellen Kraftwerks die Haupttreiber des Energieverbrauchs in Städten ab: Verkehr, Industrie, Gewerbe und Wohnen. Je nach Energieangebot und -nachfrage werden die Komponenten dieses Netzwerkes hochflexibel und mit Hilfe künstlicher Intelligenz gesteuert.

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Unser Spezialkommando für die neue Unternehmensstrategie: Team „Energiedienstleistungen und Erzeugung“ gegründet!

Blicken wir kurz zurück: Angesichts der Herausforderungen der Energiewende, der Digitalisierung und Dezentralisierung prüfte die Geschäftsführung im Jahr 2021 die strategische Ausrichtung der Geschäftsfelder der Stadtwerke Energie. Nachdem auf dieser Basis die wichtigsten Handlungsfelder identifiziert werden konnten, wurde 2022 eine konkrete Unternehmensstrategie erarbeitet und vom Aufsichtsrat verabschiedet, die den Weg der Stadtwerke Energie bis 2030 ebnen soll. Das neudefinierte Selbstverständnis für die Neuausrichtung lautet: „Partner. Macher. Impulsgeber“ und soll 2023 unter diesem Motto allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorgestellt werden.

Der neue Leitsatz kommt mit fünf neuen strategischen Geschäftsfeldern: „Energiemarkt“, „Standortlösungen“ und „Versorgungslösungen“ sowie „Infrastruktur und Dienstleistungen“ stellen eine Weiterentwicklung des Kerngeschäfts Energie dar und sollen mit neuen Produkten und Services für verschiedene Kundengruppen unterlegt werden. Das fünfte Geschäftsfeld „Partnering“ dreht sich um die Stärkung regionaler Netzwerke in der Region, um langfristige Kooperationen und Partnerschaften zu ermöglichen. Einen ersten Umsetzungsschritt der neuen strategischen Ausrichtung markiert die Gründung des Teams „Energiedienstleistungen und Erzeugung“, kurz Team EDE, im Oktober 2022.

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Jenas Strategie in der Energiekrise 2022: sparen, aufklären, zum Mitmachen animieren.

Durch den russischen Angriffskrieg sind die Marktpreise für Energie 2022 in ungekannte Höhen geklettert. Auch die Menschen in Jena und Umgebung hatte diese Entwicklung stark verunsichert. Erstes Ziel der Stadtwerke Energie war es deshalb, Entlastungen der Bundesregierungen fristgerecht und im Sinne der Kundinnen und Kunden umzusetzen – hierzu gehörten u. a. Soforthilfen und Preisbremsen. Gleichzeitig trafen die Stadtwerke Energie und Stadtwerke Jena Netze Vorsorgemaßnahmen auf eine mögliche Gasmangellage im Winter 2022 vor.

Es wurde ein Krisenstab eingerichtet, dessen Verantwortliche in engem Austausch mit der Bundesnetzagentur und den Verbänden standen.

Das zweite Ziel der Stadtwerke Energie war es, die Fragen verunsicherter Bürgerinnen und Bürger zu beantworten und Ängste zu nehmen. Dazu gab es nicht nur permanente Updates zur aktuellen Lage im Rahmen der neunteiligen „Energie-Serie“ auf allen Kommunikationskanälen des Unternehmens, sondern auch eine groß angelegte Energiesparkampagne der Stadt und Stadtwerke Jena sowie die Aktion „Gemeinsam gegen die Energiekrise“ auf der Plattform Jena Crowd.

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Tausende Euro im Krisenwinter 2022 gespart. Diese Maßnahmen der Stadtwerke haben geholfen

Seit Inkrafttreten der Kurzfristverordnung zur Energie-Einsparung am 1. September 2022 liefen im Geschäftsgebäude der Stadtwerken Jena in der Rudolstädter Straße entsprechende Maßnahmen, die sich auf den Fernwärme- und Stromverbrauch ausgewirkt haben.

So wurden die Außenbeleuchtungen des Geschäftsgebäudes abgeschaltet und die Beheizung von Fluren, Lagern und Treppenhäusern eingestellt. Die Leistung der Heizungen im Werkstattgebäude, in denen keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig waren, wurden auf Frostschutz heruntergefahren. Viele Mitarbeitende haben sich außerdem freiwillig auf eine Höchsttemperatur von 19° Celsius in den Arbeitsräumen beschränkt.

Dadurch konnte im Vergleich zum Vorjahr in den Monaten Oktober bis Dezember mehr als 50 % des Stromverbrauches eingespart werden. Der Wärmeverbrauch konnte um 33.908 kWh reduziert werden. Insgesamt konnten somit auch mehr als 8.000 Euro eingespart werden.

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Weitere interessante Zahlen gefällig?

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Absatzzahlen (inkl. Eigenverbrauch) in GWh

2022

2021

Stromabsatz

347

358

Erdgasabsatz

614

788

Fernwärmeabsatz

385

440

Strom in GWh

2022

2021

Stromabsatz nach Kundengruppen

-

-

SLP-Kunden

146

150

RLM-Kunden

201

208

Erdgas in GWh

2022

2021

Erdgasabsatz nach Kundengruppen

-

-

SLP-Kunden

453

544

RLM-Kunden

161

244

Fernwärme in GWh

2022

2021

Fernwärmeabsatz nach Kundengruppen

-

-

SLP-Kunden

221

235

RLM-Kunden

164

205

Strom und Gas

Stromnetz

2022

2021

Länge des Leitungsnetzes (in km)

2.349

2.344

Hausanschlüsse (Anzahl)

30.739

30.518

Eingebaute Zähler (Anzahl)

100.443

100.319

Netzabsatz (in GWh)

708

722

Gasnetz

2022

2021

Länge des Rohrnetzes (in km)

539

539

Hausanschlüsse (Anzahl)

14.116

14.058

Eingebaute Zähler (Anzahl)

18.055

18.096

Netzabsatz (in GWh)

1.618

2.244

Fernwärme

Fernwärmenetz

2022

2021

Länge des Rohrnetzes (in km)

143

141

Eingebaute Zähler (Anzahl)

1.723

1.715

Netzabsatz (in GWh)

421

476

Investitionen im Netzbereich


Fernwärmenetz

2022

3 Mio. €

2021

2 Mio. €

Gasnetz

2022

2 Mio. €

2021

2 Mio. €

Stromnetz

2022

6 Mio. €

2021

7 Mio. €

Weitere Kennzahlen zu Erneuerbare-Energien-Anlagen sowie konventionellen Anlagen finden Sie hier:

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